Spielbericht
Weg vom Leaderthron
2. Liga, Gruppe 1: Rüthi – Herisau II 0:0
Nach 14 Spieltagen an der Spitze müssen die Rüthner
den ersten Platz an Diepoldsau abtreten. Gegen die Herisauer
Reserven kam das Team von Marco Frei nicht über eine
Nullnummer hinaus.
Raffael Zanoni
Komischerweise waren es am Samstag vor allem die Appenzeller,
die sich nach dem Abpfiff über die Nullnummer den Kopf
zerbrachen. Im Vorfeld wurde Rüthi gegen den Neunten
der Liga als Favorit gehandelt, davon merkte man jedoch herzlich
wenig. Der drohende Abstieg schien die Gäste zu motivieren,
die entsprechend präsent und willensstark auftraten.
So kamen die Appenzeller denn auch bereits in der zweiten
Minute zur ersten nennenswerten Torchance. Nach einem Flügellauf
von Lubina gelangte der Ball zum mitgelaufenen Orfanidis.
Dieser verzog allerdings aus aussichtsreicher Position. In
der Folge rissen die Gäste das Zepter deutlich an sich,
was sich durch ein klares Chancenplus äusserte.
Kein Tag von Simoglou
Zur Schlüsselfigur entwickelte sich dabei Herisaus Dimitrios
Simoglou. Der Captain der Ausserrhoder agierte zwar motiviert,
vergab aber eine Vielzahl hochkarätiger Chancen. In der
24. Minute setzte er einen Kopfball unbedrängt neben
das Gehäuse. Nur eine Minute später scheiterte der
Stürmer erneut, als er allein vor Reto Ammann kläglich
vergab. Unmittelbar danach kam Rüthi zu seiner besten
Torchance: Ein Abschlag von Goalie Ammann wurde vom Herisauer
Lubina unterschätzt. Selcuk spekulierte geschickt und
leitete den Ball zur Mitte weiter, wo Argurian Bojaxhi wartete.
Der Youngster sah sein Geschoss aber auf der Linie von Verteidiger
Crottogini geklärt.
Verschossener Penalty
Nach der Pause waren es dann erneut die Gäste, die auf
dem Rheinblick für Furore sorgten. In der 59. Minute
zog Crottogini gefährlich in den Strafraum, wo er im
Zweikampf mit Langenegger zu Boden fiel. Der Unparteiische
entschied sofort auf Penalty; ein diskutabler Entscheid. Aber
auch dieses Mal fand das Leder den Weg ins Rüthner Tor
nicht: Der Strafstoss des glücklosen Simoglou war zwar
nicht schlecht geschossen, Ammann parierte aber mirakulös.
Bei Rüthi fehlte am Samstag die letzte Konsequenz, um
in den Abschluss zu gehen. Nach dem bisherigen Saisonverlauf
dürfte der heimische Anhang den heutigen Punktverlust
aber entschuldigen.
>Bilder
zum Spiel
|