Meisterschaft 2. Liga Regional
FC Rüthi – FC Montlingen 0 : 1
(0 : 0)
Rheintaler Derby mit glücklichem
Sieger
Im einzigen noch verbliebenen Rheintaler-Derby
gewinnt der FC Montlingen glücklich mit 0 : 1 dank
einem Tor von Brasil-Perle Godoi. Ein Unentschieden wäre
auch nach Meinung der beiden Trainer Trittinger und Müller
das gerechtere Resultat gewesen.
Montlingen startete druckvoll in die erste
Halbzeit und sie zeigten gleich auf, dass sie die Ungeschlagenheit
in der Meisterschaft auch gegen Rüthi fortsetzen wollten.
Rüthi stand tief und versuchte vor allem aus einer
gesicherten Defensive ihr Glück. In der 12. Minute
war es dennoch Rüthi, das zur ersten Möglichkeit
kam. Bucciol’s Reingabe verpasste aber der Rüthner
Daniel Büchel. Es dauerte bis zur 16. Minute ehe für
Montlingen etwas Zählbares raus schaute. Dietsche sah
seinen Schuss aus 20 Meter von der Latte abprallen. Rüthi
liess den Montlingern wenig Raum und so kamen diese nur
aus Standards oder mit Weitschüssen zum Abschluss.
In der 27. Minute einer der wenigen Rüthner Ballverlusten
im Mittelfeld. Godoi verpasste aber die Reingabe in den
Strafraum zum Führungstreffer. In der 41. Minute versuchte
sich der Brasilianer mit einem Weitschuss aus gut 25 Meter
den aber der gute Rüthner Schlussmann Baumgartner in
Corner lenken konnte. Beinahe hätte dieser zur Montlinger
Führung geführt. Für einmal brachten die
Rüthner den Ball nicht aus der Gefahrenzone aber wieder
war Baumgartner auf seinen Posten. Kurz vor dem Pausenpiff
hatte B. Schneider dann sogar noch die Rüthner Führung
auf dem Fuss. Sein Bruder Pascal bediente ihn aber aus aussichtsreicher
Position schaufelte er den Ball über das Tor.

Montlingen nach dem Tee mit Druckfase
Trainer Trittinger schien die richten Worte
zum Tee gefunden zu haben. Kaum war die zweite Halbzeit
angepfiffen, hatten die Montlinger durch Godoi und Zina
zwei gute Möglichkeiten. Godoi traf aber das Tor nicht
und Zani scheiterte einmal mehr an Ronny Baumgartner. Die
Müller-Elf brauchte eine gute Viertelstunde, bis sie
sich wieder lösen konnte.
Rote Karte gegen Montlingen weckte Rüthner
In der 56. Minute sah der Montlinger Capitain
D. Tiziani nach einem überharten Einsteigen an Koller
verdient die gelb-rote Karte. Diese beflügelte die
Rüthner und sie glauben immer mehr an die Chance als
erste Mannschaft gegen Montlingen gewinnen zu können.
Mit dem fälligen Freistoss prüfte Mattle den Montlinger
Schlussmann Baumgartner aus gut 25 Metern. Just in dieser
guten Phase der Rüthner entwischte Heeb auf der rechten
Seite der Rüthner Abwehr. Sein Pass fand im Strafraum
den freistehenden Godoi der sich nicht zweimal bitten liess
und zum 0 : 1 einschieben konnte. Montlingen war nun wieder
am Drücker und nur vier Minuten später hätte
Zani auf Pass von Godoi die Partie entscheiden können.
Er verpasste diese aber kläglich alleine vor Ronny
Baumgartner. Weiter vier Minuten später war es wieder
der Brasilianer der eine Flanke in den Strafraum knapp verfehlte.
Heisse Schlussphase
Die letzte Viertelstunde war an Spannung kaum
mehr zu überbieten. In der 72. Minute war es erneut
B.Schneider der den Ausgleich auf dem Fuss hatte. Aber auch
diese Möglichkeit setzte er über das Tor. Im Gegenzug
scheiterte Heeb erneut am Rüthner Schlussmann Baumgartner.
Ab diesem Zeitpunkt setzte Rüthi Trainer Müller
voll auf Offensive. In der 78. Minute brachte er mit Sanseverino
einen zusätzlichen Stürmer und nur zwei Minuten
später hätte der Joker schon fast zugeschlagen.
Alleine vor dem Montlinger Tor konnte der den Ausgleich
aber nicht erzielen. Wieder zwei Minuten später bediente
er Mattle in aussichtsreicher Position aber auch der sonstige
Goalgarant der Rüthner vergab den Ausgleich. Rüthi
spürte nun aber, dass der Ausgleich in der Luft lag.
In der 86. Minute bediente Pascal seinen Bruder Björn
mustergültig im Strafraum. Aber wiederum brachte er
das Kunststück fertig, den Ball aus sieben Metern über
das leere Tor zu schiessen. Kurz vor Schluss scheiterte
auch Mattle wieder am Torhüter Baumgartner. Dieser
konnte sein Team auch in der Nachspielzeit die drei Punkte
retten als er einen Kopfball von P.Schneider in Extremis
ablenken konnte.
Nach 95. Minuten pfiff das gute Schiedsrichter
Trio dieses intensive und hoch stehende Derby ab. Montlingen
verliess als glücklicher Sieger den Platz. Aufgrund
der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hätte
auch Rüthi einen Punkt verdient aber eine alte Fussballerweisweit
wurde wieder einmal bestätigt. Als Leader gewinnt man
auch solche Spiele.
Telegramm:
Sportplatz Rheinblick, Rüthi, 550 Zuschauer
Rüthi: Baumgartner, Buschor, Mattle,
Andrade, D.Büchel (69. A.Büchel), Göldi,
Ibrahimi (78. Sanseverino), P.Schneider, B.Schneider, Bucciol,
Koller
Montlingen: M.Baumgartner, Dietsche, Eicher,
Kühne, Zina, Hutter (83. S.Baumgarnter), Dominik Tiziani,
Godoi (83. Kretz), Wüst, Demirtos, Heeb (87. Damian
Tiziani)
Verwarnungen: Rüthi: Buschor (Hands)
P.Schneider (Reklamieren) B.Schneider (Foul)
Montlingen: Dominik Tizani (Foul), Zina (Unsportlichkeit)
Gelb-Rot: Montlingen Dominik Tiziani (55.
Foul)
Interview:
Hans Jürgen Trittinger (Trainer Montlingen)

Wir haben vor allem zu Beginn unser Chancen
nicht gemacht. Durch die dumme Rote Karte zu Beginn der
zweiten Halbzeit haben wir den Gegner besser ins Spiel kommen
lassen und mussten zum Schluss froh sein, den Platz als
Sieger verlassen zu können. Rüthi hätte in
diesem Spiel ein Unentschieden verdient. Aber wenn du vorn
in der Tabelle stehst, gewinnt man auch solche Spiele. Rüthi
ist aber sicher im Moment unter ihrem Wert klassiert.
Marcel Müller (Trainer FC Rüthi)

In der ersten Halbzeit sind wir defensive
sehr gut gestanden und liessen dem Gegner nur durch Standarts
und Weitschüssen Möglichkeiten zu. Ich sagte in
der Halbzeit meiner Mannschaft dass sie sich mehr zutrauen
sollen. Trotzdem gerieten wir die ersten 15. Minuten gewaltig
unter Druck was schlussendlich das 0 : 1 zur Folge hatte.
Was aber meine Mannschaft danach zeigte verdient höchsten
Respekt. Vier – Fünf hunderprozentiege Chancen
wurden aber nicht genützt. An dieser Effizient muss
die Mannschaft arbeiten. Am Schluss waren wir mit Montlingen
ebenbürtig und hätten einen Punkt verdient.