Rüthis erster Saisonsieg
Im Duell der noch sieglosen Teams hat sich Rüthi zu
Hause gegen Sevelen mit 2:1 (2:1) durchgesetzt.
ROBERT KUCERA
FUSSBALL. Auch die Begegnung der Kellerkinder
der Gruppe 1 in der 2. Liga auf dem Sportplatz Rheinblick
war kein Hingucker. Es war mehr Krampf und Kampf. Deshalb
verwundert es nicht, dass sämtliche Tore aus Fehlverhalten
der Feldspieler entstanden sind. Zudem hat fehlende Kaltblütigkeit
vor dem gegnerischen Tor dafür gesorgt, dass der FC
Rüthi bis zur letzten Minute um den Sieg zittern musste
und die Schlussoffensive des FC Sevelen ohne Torerfolg blieb.
Grossen Anteil an der torlosen zweiten Halbzeit hatten aber
auch die beiden Torhüter Lars Neuhold und Sergio Luis
Nogueira, die mit starken Paraden und wachen Reflexen Bestnoten
verdienten.
Drei Tore in Durchgang eins
Alle drei Tore fielen bereits in der ersten
Halbzeit. In der neunten Minute ging ein Seveler zu ungestüm
mit seinem Gegenspieler im Strafraum um. Der Schiedsrichter
taxierte das Stossen in den Rücken als penaltywürdig,
Björn Schneider skorte sicher. Die Antwort der Seveler
liess nicht lange auf sich warten. Die Rüthner brachten
nach einer wenig gefährlichen Flanke den Ball nicht
aus der Gefahrenzone, Peter Bollhalder bedankte sich mit
dem sehenswerten Treffer zum 1:1. Kurz vor der Pause standen
dann die Seveler dem zweiten Rüthi-Treffer Spalier.
Die Gäste schauten zu, bis der völlig vergessen
gegangene Vlado Ljubicic unbehelligt zur erneuten Führung
für die Platzherren einschob.
Im zweiten Durchgang mussten die Rüthner
für ihren ersten Sieg in der laufenden Saison aber
noch das eine oder andere Mal zittern. Dass es überhaupt
so weit kam, war der mangelnden Chancenauswertung zu verdanken.
In der 65. und 70. Minute scheiterte Torschütze Ljubicic
zweimal alleine vor Torhüter Nogueira. «Wir hätten
den Sack unbedingt vorher zumachen müssen», kritisiert
Rüthi-Trainer Andi Kobler. «Normalerweise rächt
sich das. Dank unserem Goalie, der in der Schlussphase zweimal
brillant reagiert hat, haben wir keinen Treffer mehr erhalten.»
Sieg fürs Selbstvertrauen
Somit sind die Chancen Sevelens auf den Ligaerhalt
auf den Nullpunkt gesunken. Anders in Rüthi. Sechs
Punkte fehlen zum rettenden zehnten Platz. Fürs Selbstvertrauen
war dieser Sieg wichtig. «Dieser war auch ein klares
Zeichen dafür, dass wir uns noch nicht geschlagen geben»,
meint Kobler. Er hofft, dass sich der Rückstand in
der letzten Runde nicht noch vergrössert. Denn durch
Abwesenheiten und zwei Rot-Sünder ist man dezimiert.