Spielbericht
FC Staad - FC Rüthi
Im Abstiegskampf zwischen Staad und Rüthi spielt das
Heimteam couragierter auf und gewann mit 3:1 (1:0). Damit
rangiert das Team von Nathanael Staub nun über dem Strich
– Rüthi hingegen ist wieder Tabellenletzter.
Samuel Tanner
«Ich habe meiner Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass
wir nichts zu verlieren haben.» Mit diesen Worten erklärte
der Staader Spielertrainer Nathanael Staub die Unbekümmertheit
seiner Mannschaft, die nebst der fahrlässigen Chancenauswertung
des Gästeteams matchentscheidend war. Nach zuletzt vier
Niederlagen in Folge hieven sich die Seebuben mit dem zweiten
Saisonsieg über den Strich und geben die Rote Laterne
des Schlusslichts an Rüthi ab.

Der Rüthner Spielmacher Thomas Mattle
(blau) im Zweikampf mit Staads Sahin Sekerci. Bild: Samuel
Tanner
Frühe Staader Führung
Der Aufsteiger ging früh in Führung. In der 7.
Minute umspielte der herausragende Betim Salihu die Rüthner
Defensive und bediente Alain Cossu, der zum 1:0 traf. «Für
uns war es wichtig, das erste Tor der Partie zu erzielen,
dies erleichterte den weiteren Spielverlauf», sagte
Staub. Rüthi erarbeitete sich anschliessend zwar ein
Chancenplus, vermochte aber keine Tore zu erzielen. Die letzte
Entschlossenheit und fehlendes Selbstvertrauen verhinderten
den Ausgleich. Marco Bucciol (29.) und Pascal Schneider (41.)
vergaben Grosschancen, Kulici traf in der 43. Minute mit einem
Distanzschuss nur die Latte.
Nach dem Seitenwechsel überlistete Salihu den Rüthner
Torwart Thomas Manser mit einem Lobball von der Mittellinie
zum 2:0, es war nicht die erste Aktion, die von Selbstvertrauen
zeugte. Staad machte keinesfalls den Eindruck eines verunsicherten
Abstiegskandidaten – anders als der FC Rüthi. Gäste-Goalie
Manser leistete sich in der 57. Minute einen kapitalen Fauxpas,
spielte einen Pass in die Füsse von Spielertrainer Staub,
dessen Pass der junge Salihu zum 3:0 verwertete. Interimstrainer
Aldo Frei kritisierte nach Spielschluss das Defensivverhalten
seines Teams: «Wir kassierten unnötige Tore.»
Die Ladehemmungen seiner Angreifer sind jedoch ebenfalls besorgniserregend.
Rüthi schafft die Wende nicht
Eine bezeichnende Szene spielte sich in der 80. Minute ab.
Marc und Björn Schneider standen ohne Gegner vor dem
Staader Torhüter Calouri, brachten aber trotzdem kein
Tor zustande – sie vertändelten den Ball. Einzig
Einwechselspieler Marc Schneider sorgte in der 69. Minute
für einen kleinen Lichtblick. Er erzielte durch einen
Aufsetzer den Ehrentreffer. Beim FC Rüthi bleibt die
Erkenntnis, die aktuelle Krise mit dem Heimsieg vor Wochenfrist
noch nicht überwunden zu haben. Auf Aldo Frei wartet
die schwierige Aufgabe, die Blockaden in den Köpfen seiner
Spieler zu lösen. Derweil freute sich Staub über
den Heimsieg im «Sechs-Punkte-Spiel», bleibt jedoch
realistisch: «Es wartet noch viel Arbeit auf uns.»
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