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Spielbericht
Widnau siegt in letzter Sekunde
2. Liga, Gruppe 1: Nach der Führung
für Widnau kommt Rüthi mit dem Ausgleich zurück
ins Spiel, doch sie müssen buchstäblich in der letzten
Sekunde den entscheidenden Gegentreffer durch Matchwinner
Yümlü hinnehmen: 2:1. Damit schliessen die Widnauer
in der Tabelle auf.

Fritsche spielt durch die Rüthner Abwehr auf Istrefi
(im Hintergrund). Bild: Patrick Hasler
Patrick Hasler
In dieser Partie galt es für Widnau den Anschluss zu
Tabellenführer Au-Heerbrugg nicht zu verpassen. Durch
Ausfälle geschwächt musste Jeff Geiger auf das Reserve-Team
zurück greifen und verhalf damit auch Yümlü,
früher als erhofft, zu seinem Debut im Fanionteam. Auf
der anderen Seite lauerte Rüthi auf einen erneuten Ausrutscher
der Geiger-Elf.
Ansprechender Auftakt
Die Begegnung gestaltete sich dann auch von Beginn weg attraktiv.
Beide Mannschaften suchten vornehmlich durch die Mitte das
gegnerische Tor und kamen zu diversen Abschlussmöglichkeiten.
War bei den Gastgebern meist Sonderegger der Ausgangspunkt
zu Offensivaktionen, so fanden die Rüthner in Mattle
ihre treibende Kraft. Ebendieser versuchte sich nach einer
guten Viertelstunde an einem Freistoss in aussichtsreicher
Position. Abgelenkt streifte die Kugel am Pfosten vorbei,
bevor sie beim anschliessenden Corner nach einem Ibrahimi
Kopfball, zum Glück der Widnauer, vom Pfosten zurück
ins Spiel sprang.
Widnau geht in Führung
Obwohl die Gäste aus Rüthi in dieser Phase etwas
aggressiver zur Sache gingen, gelang den Platzherren die Führung.
Zunächst fand sich Istrefi, nach einer schnellen Kühnis-Sonderegger-Kombination,
in aussichtsreicher Position wieder, doch er vertändelte
die Torchance. Nur wenig später liess es sich Sonderegger
dann aber nicht mehr nehmen. Angespielt von Istrefi machte
der auffälligste Widnauer kurzen Prozess. Zu wenig bedrängt
von der Rüthner Defensive versenkte Sonderegger den Ball
von der Strafraumgrenze aus mit einem gezielten Schuss aus
der Drehung. Im Anschluss fanden die Gäste nicht mehr
richtig ins Spiel und Istrefi hatte gar die Vorentscheidung
auf dem Kopf, doch traf, völlig unbedrängt, das
Tor nicht. Erst nach dem Seitenwechsel konnte sich Rüthi
wieder steigern, bzw. Widnau kam wie schon oft nach der Pause
nur schleppend ins Spiel zurück. Vor allem in Standardsituationen
wurde die Frisenda-Elf gefährlich. Widnau versuchte die
knappe Führung zu wahren, geriet gegen die anstürmenden
Rüthner aber zusehends unter Druck. Als sich Marc Schneider
dann für einmal gleich gegen drei Gegenspieler durchsetzte,
schien der Ausgleich nahe, doch sein Abschluss landete nur
an der Querlatte. Was sich in dieser Aktion abzeichnete, trat
nur zwei Minuten später ein. Eckball Rüthi, Mattle
setzt sich im Widnauer Strafraum durch und erzielt den mittlerweile
verdienten Ausgleich.
Yümlü in letzter Sekunde
Der Rüthner Ausgleich lancierte eine spannende Schlussphase,
denn Widnau war mit einem Punkt keineswegs zufrieden. Munter
stürmten die Platzherren auf Patrik Schneider zu, doch
mit wenig Erfolg. Es schien, als sollten die Punkte geteilt
werden, als Fritsche zum letzten Eckball für Widnau ansetzte.
Auf den kurzen Posten getreten, war Nüesch zur Stelle
und verlängerte per Kopf auf Yümlü. Mit der
Führung in letzter Sekunde köpfte sich der Stürmer
aus dem Reserveteam zum Matchwinner.
Mit diesem Treffer sichert sich der FCW drei wichtige Punkte
im Duell mit Au-Heerbrugg. Rüthi bleibt in diesem Spiel,
trotz einer ebenbürtigen Leistung, ohne Punkte.
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